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Der Geologe hat auf Grund seiner Ausbildung die Fähigkeit,
Aufbau und Eigenschaften des Bodens sowie der Gesteine im
Untergrund zu erkennen bzw. zu beschreiben. Angewendet wird
diese Fähigkeit in den Teilfächern Montan- und Lagerstättengeologie,
Umwelt- und Hydrogeologie sowie in der Baugeologie.
Kluge Erkundungsarbeiten
Technische Geologen sind bei allen größeren Bauvorhaben
beteiligt, also bei Planung und Bau von Staudämmen, Tunneln,
Kavernen, Bergbauhalden, Straßen und Eisenbahnen. Dabei
ist es fast immer auch die Aufgabe der Geologen, das Verhalten
des Wassers im Untergrund zu untersuchen, sowohl in bezug
auf mögliche ungünstige Auswirkungen auf das Bauwerk,
mehr aber noch in bezug auf schädliche Einflüsse
auf den ursprünglichen Grundwasserhaushalt. Wo Verunreinigungen
des Grundwassers zu befürchten sind, kann der Geologe
die Ausbreitung im Untergrund beurteilen und damit wesentlich
bei Sanierungsmaßnahmen mitwirken. Wenn Trink- oder
Nutzwasser gesucht wird, ist der Geologe die bessere Adresse
als ein Wünschelrutengänger.
Vor Schaden bewahren
Der Technische Geologe hilft auch bei vielen kleineren Problemen,
zum Beispiel mit Baugrundgutachten. Bei der Anlage von Steinbrüchen,
Bergbauen oder Kiesgruben erstellt er Mengenberechnungen,
Lagerstättenbeschreibungen und Gutachten gem. §
5 Berg G 1975 i.d.g.F., sowie umweltgeologische Gutachten,
er beurteilt die Sicherheit von fragwürdigen Hängen
und Böschungen, und er hilft wesentlich mit, geeignete,
das heißt vom Untergrund her günstige, Orte für
Mülldeponien auszuwählen. Arbeitsgemeinschaften,
welche sich mit den Grundlagen für Umweltverträglichkeitsprüfungen
oder Raumplanung befassen, werden immer Vertreter der Technischen
Geologie einbeziehen.
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