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Das Fachgebiet des Ziviltechnikers für Erdölwesen
umfaßt alle Tätigkeiten und Technologien, die für
das Aufsuchen, Erschließen und Gewinnen als auch für
das untertägige Speichern von flüssigen oder gasförmigen
mineralischen Rohstoffen, sowie für das Gewinnen von
Erdwärme (Geothermie) Anwendung finden.
Wasser
Zunehmend gewinnt die Erschließung von Grundwasser sowie
von höher mineralisierten Thermalwässern an Bedeutung.
Da die Technologie der Wassererschließung aus tiefen
Bohrungen mit jener der Erdölerschließung identisch
ist und sich wesentlich von jener des Brunnenbaues unterscheidet,
folgt daraus die Notwendigkeit der Projektarbeit des Ziviltechnikers
für Erdölwesen bei solchen Aufgabenstellungen.
Fachgerechte Interpretation
Das Aufsuchen von geologischen Strukturen, die als Speicher
(Lagerstätte, Aquifer) in Frage kommen, die Auswahl der
technisch-wirtschaftlich optimalen Methoden, die Planung ihres
Einsatzes, die Kontrolle der Abwicklung und die Interpretation
der erhaltenen Ergebnisse sind die wesentlichen Aufgaben des
Ziviltechnikers für Erdölwesen.
Dazu kommen die Planung, die Herstellung und Komplettierung
von Bohrlöchern, die Methoden die geologischen Formation
zu untersuchen und die fachgerechte Interpretation und lagerstättenkundliche
Auswertungen von Meß- und Testergebnissen in Hinblick
auf die Fündigkeit und auf die künftige Verwendung
der Bohrung bzw. Sonde.
Verbesserung der Anlagen
Die Planung der Verbesserung der Förderung oder der Injektion,
die Inbetriebnahme eines Förder-, Speicher-, Injektions
(Schluck)- oder Wärmegewinnungsprojektes sowie die Auswahl
geeigneter Obertageanlagen bilden ebenfalls wesentliche Tätigkeiten
des planenden und überwachenden Ziviltechnikers für
Erdölwesen.
Kostenoptimierung
Die Planung der rationellen und effizienten Betriebsführung,
ihre Anpassung an die jeweils gegebene Situation und die Kostenoptimierung
im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bedingungen kann ebenfalls
von einem dafür beauftragten Ziviltechniker für
Erdölwesen durchgeführt werden.
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